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Stetter fräst und mischt sich mit Zeppelin CAT in die Zukunft

Eine neue expansive Ära für das In- und Ausland wurde besiegelt: Die F. J. Stetter GmbH, Pionier seit 1978 in der Bodenstabilisierung, unterzeichnete am 07.07.2007 unter anderem einen Kaufvertrag über sieben Cat Bodenstabilisierer des größten Typs RM-500, die ersten in der BRD. Damit setzt das Unternehmen mit Sitz in Rainau-Buch zwischen Würzburg und Ulm an der A7 ein klares Signal für die Zukunft: Mit Zeppelin und Caterpillar als Partner strebt das Familienunternehmen eine Expansion in dem Markt an, den es Mitte der 1970er Jahre mitbegründet hat. Die F. J. Stetter GmbH hat allein in 2007 den Umsatz zum Vorjahr um mehr als 30% gesteigert. Inspiriert von der Historie der russischen Zaren, die bereits im 17. Jahrhundert in Ihre Wege gebrannten Kalk eingearbeitet und somit befestigt haben und der eigenen Erfahrung im Umgang mit Böden, entwickelte Franz Josef Stetter als einer der Ersten Verfahren, wie mit Kalk und anderen Bindemitteln Böden technisch wieder tragfähig gemacht werden können. Zunächst im Versuch auf Tagesbaustellen folgt wenig später der großtechnische Einsatz, wobei dem Boden angepasste Bindemittel auf der vorgegebenen Fläche per Spezialstreugerät verteilt, eingefräst, gemischt und dadurch auf optimalen Wassergehalt eingestellt verdichtet werden können.

In diesem Zuge begann Stetter selbst Maschinen zur Bodenverbesserung wie Anbaufräsen, Streuer oder Multifunktionsgeräte zu entwickeln, die innerhalb der Stettergruppe bei Stetter Dutzi gefertigt und neuerdings mit einem großen Partner weltweit vertrieben werden und als ausgesprochen innovative Spezialmaschinen weitgehende Beachtung finden. Innerhalb kürzester Zeit galt Stetter mit seinem Spezialverfahren als anerkannter Partner renommierter Tief- und Hochbauunternehmen. Aufgrund der Pionierarbeit in seinem „Lieblingsmetier“ sowie der hohen Qualität und der Zuverlässigkeit des Unternehmens haben sich in der Referenzliste von Stetter im Laufe der Jahre zahlreiche bedeutende Baumaßnahmen angesammelt, zu deren Erfolg die Bodenverbesserer beigetragen haben. Hierzu gehören beispielsweise die mit 46km Länge und ca. 2,5 Millionen m³ zu stabilisierende ICE-Strecke Frankfurt-Köln, oder die Allianz-Arena in München mit 250.000 m². Allein im Legoland bei Günzburg, wo in einer Fläche von nahezu zwei Millionen Quadratmetern rund 40 000 Tonnen Bindemittel und einer Frästiefe von 40 Zentimeter eingefräst wurden. Oder wie gerade erst jetzt die A73 Ebersdorf mit ca. 546 000 m², die SAP Arena bei Sinsheim mit nicht weniger als 750 000 m² 40cm Tiefe und ca. 12 000 to Bindemittel bei der drei Großfräsen im Einsatz waren oder das Impuls Stadion des FC Augsburg mit 250 000 m², Schichtdicke 50 cm oder das Bauvorhaben Ladenburger in Kerkingen mit 440 000 m² und 40 cm Tiefe. Aktuell wird in Grafenwöhr eine Erschließung durchgeführt, bei der ca. 180.000 m³ zu stabilisieren sind. Dies ist nur ein kleiner Auszug aus laufenden und bereits fertiggestellten Objekten. Dabei hat Stetter auch die Tagesbaustellen voll im Griff und setzt dabei allein 5 Streu- und Fräsgruppen in Bewegung.

Bodenverbesserung mit CAT – aktueller denn je

Die Erfahrung von Stetter erfährt eine stark zunehmende Beachtung. Denn das Geschäftsfeld der Bodenverbesserung gewinnt allgemein an Bedeutung. Dafür verantwortlich sind sowohl ökonomische als auch ökologische Gründe: So können mit einer Tonne Kalk laut Stetter je nach Bodenbeschaffenheit durchschnittlich rund 60 Tonnen Boden stabilisiert werden. „Mit einer Tonne Kalk eingearbeitet kann ich die Entsorgung von jeweils 60 Tonnen Boden sowie den Antransport von 60 Tonnen Fremdmaterial also in jeder Hinsicht einsparen. Das wiederum spart Kosten – auch im Zusammenhang mit den enorm hohen Dieselpreisen -, verkürzt die Arbeitszeiten auf den Baustellen und trägt zudem erheblich zur Verminderung des CO2-Ausstoßes bei. Unabhängig davon schreibt auch das Kreislaufwirtschaftsgesetz vor, dass kein Boden weggefahren werden darf, der auf der Baustelle wiederverwendet werden kann.“ Da sowohl die Beschaffungspreise von gutem Kies oder Schotter sowie die Entsorgungspreise des zunächst unbrauchbaren Bodens und zusätzlich auch die Transportkosten steigen, entsteht ein wirtschaftlicher Druck, den vorhandenen Boden effektiv zu nutzen. Hinzu kommen die engen Zeitfenster bei den Bauvorhaben, die durch das Verfahren der Bodenverbesserung vor Ort termingerecht ausgeführt werden können. Da gleichzeitig das ökologische Bewusstsein vorrangig zunimmt und insofern ökonomisch- ökologische Fragestellungen beim Bauen an Bedeutung gewinnen, entsteht auch von dieser Seite ein Druck, neue Lösungen nicht mehr in Frage zu stellen.

Familienunternehmen auf Expansionskurs

Aufgrund der steigenden Bedeutung der Bodenverbesserung will Stetter nun sein fundiertes Wissen zum erfolgreichen Ausbau der Geschäftsaktivitäten des insgesamt 150 Mitarbeiter starken Familienbetriebs in der Stetter Group verwenden. Hierzu hat sich die Firma zu einem Wechsel von seinem bisherigen Hersteller und Lieferanten nach 10 Jähriger Zusammenarbeit von Bodenstabilisierern unter anderem zu Zeppelin bzw. Caterpillar entschieden, „auch deshalb, weil wir glauben, mit unserem bisherigen Hersteller, auch im Vertrieb und Servicebereich, nicht die Ziele zu erreichen, die wir für unsere Philosophie und Zukunft anstreben möchten“, so Franz Josef Stetter. Sowohl die Aktivitäten in Deutschland wie auch im Ausland sollen ausgebaut werden. „Abgesehen davon, dass Zeppelin mit Caterpillar das Top-Produkt anbietet, ist das Unternehmen für uns als Partner auch deshalb interessant, da es flächendeckend einen Spitzen-Service leistet und darüber hinaus auch im europäischen Ausland, wo wir verstärkt expandieren und über die entsprechenden Tochtergesellschaften und Servicezentren verfügt“, so Stetter weiter. Darüber hinaus will Stetter auch ins Vermietgeschäft einsteigen. „Im Rahmen der neuerlichen Belebung im Wirtschaftsbau wollen wir mit Hilfe der Vermietung unserer Maschinen und in der Auftragsabwicklung mitwachsen.“ Auch für die Nachfolge hat der bodenständige Unternehmer, der in seiner Freizeit leidenschaftlich Traktoren sammelt und unter anderem Europas größten Schlepper – ein Unikat - den Schlüter Profitrac 5000 TVL mit 375kW/500 PS - sein Eigen nennt, schon gesorgt: Denn mittlerweile ist der Sohn Markus bereits als Gesellschafter zuständig für die Bodenverbesserung der Firma F. J. Stetter GmbH.

 

F.J. Stetter GmbH - 73492 Rainau-Buch - Tel. +49 (0)7961 9125-0 - info @stetter-boden .de -  Besuchen Sie uns auf Facebook